Moers, den 16.07.2020. Das Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG) schafft die Grundlage für ein digitales Netzwerk im Gesundheitsbereich. Die Debatte dreht sich rund um die Möglichkeiten und Probleme: Wann wird es soweit sein? Ist es möglich, Versorgungen zeitnah komplett zu digitalisieren? Ein Pilotprojekt zur elektronischen Verordnung zeigt die Vorteile der Digitalisierung im Gesundheitswesen.

An dem von der HMM Deutschland GmbH initiierten Projekt nehmen eine Vielzahl von Partnern teil: Ambulante und stationäre Ärzte, Krankenkassen und Krankenkassenverbände, Institutionen und Leistungserbringer sowie Industrie und Unternehmen. Die von der HMM Deutschland konzipierte elektronische Verordnung (eVerordnung) erlaubt einen diskriminierungsfreien Zugang zum digitalen Gesundheitswesen für alle Patienten und die Teilhabe an den Vorzügen von elektronischen Verordnungen und Versorgungen: Unabhängig von Softwarelösungen oder technischer Ausstattung.

In der Vergangenheit stand am Anfang einer Versorgung der Eingang der Verordnung auf Papier bei der Krankenkasse oder beim Leistungserbringer. Im Pilotprojekt hingegen werden der Patient und der Arzt an den Beginn der Versorgung gestellt: Der Patient hat verschiedene Möglichkeiten, sein Wahlrecht auszuüben. Will er das bereits in der Praxis tun und die Krankenkasse bitten, sich um seine Versorgung zu kümmern, wird die eVerordnung durch den Arzt digital aus dem Arztinformationssystem (AIS) erstellt und unmittelbar an die Krankenkasse als Versorgungspartner übermittelt. Diese kümmert sich um alles weitere – ohne Zeitverzug oder störende Rückfragen beim Arzt oder Hilfsmittelleistungserbringer. Eine entsprechende Rückmeldung erhalten Arzt und Patient in Echtzeit in die Praxis. Mit dem Wegfall einer Verordnung auf Papier werden somit viele Zeitfresser und Kostentreiber aus dem Genehmigungs- und Versorgungsablauf eliminiert, die ansonsten regelmäßig im bisherigen Prozess entstehen.

Die Ärzte haben die Vorteile für sich und ihre Patienten durch die Digitalisierung des Verordnungsprozesses schnell erkannt: Sie schätzen die Chance mit ihren Patienten und allen anderen Akteuren in einem überschaubaren Rahmen Erfahrungen zu sammeln sowie den Prozess aktiv unterstützen und mitgestalten zu können. Die ersten elektronischen Verordnungen wurden bereits erstellt und automatisiert über den gesamten Prozess verarbeitet, unmittelbare Rückmeldungen über Versorgungsdetails wurden in Echtzeit in die Praxen zurückübermittelt und die Hilfsmittellieferanten zum gleichen Zeitpunkt beauftragt.

Die eVerordnung im Bereich Hilfsmittel ist ein „Rundum-sorglos-Paket“ für den Versicherten. Er ist nicht länger nur Überbringer eines Rezepts an einen Leistungserbringer. Durch die eVerordnung hat der Patient mit seinem Mobiltelefon immer die Möglichkeit zu verfolgen, wie weit der Antrags- und Genehmigungsprozess bereits fortgeschritten ist. „Und das allerbeste ist: Der Prozess funktioniert auch ohne digitales Device.“, führt Istok Kespret, Geschäftsführer der HMM Deutschland GmbH an und erläutert „Das Handling und das aktiven Tracking wird natürlich Smartphone-zentriert sein – aber es ist nicht notwendig für die Versorgung. Das heißt, dass die Weiterleitung und die Zuweisung eines Rezeptes nach der Wahl des Versicherten auch ohne Smartphone funktioniert, obwohl ein digitaler Prozess genutzt wird. Der Patient ist dabei jederzeit Herr der Prozesse – und damit auch seiner eigenen Gesundheit.“

Schnellste Versorgung des Patienten, Entlastung des Arztes und bester Service durch den Leistungserbringer – das Pilotprojekt eVerordnung bietet viele Vorteile für alle Beteiligten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.everordnung.info

 

 

Die Zentrale Healthcare Plattform „ZHP.X3" wurde als erstes Produkt im Bereich Hilfsmittel durch die BITMARCK Software GmbH zertifiziert. Mit der Zertifizierung wird der Leistungsumfang der Integrationsplattform des GKV-Software-Standards BITMARCK_21c|ng um den Bereich "Hilfsmittel" erweitert. Hierdurch wird die durchgängige Nutzung von ZHP.X3 im Zusammenspiel mit der Integrationsplattform von BITMARCK_21c|ng ermöglicht.

Die Nutzer erhalten durch diese Entwicklung einen direkten Aufruf der umfangreichen Software-Suite für Hilfsmittel-Versorgungsmanagement direkt aus BITMARCK_21c|ng heraus. Hierdurch wird eine integrierte Fallbearbeitung innerhalb von BITMARCK_21c|ng gewährleistet. Systemsprünge sind künftig Vergangenheit.

Die bekannten Prozesse und effizienten Bearbeitungsmöglichkeiten von ZHP.X3 wurden dabei beibehalten. Eine erneute Schulung der Sachbearbeitung ist nicht notwendig. Des Weiteren profitieren die Kunden von der Nutzung des Rollen- und Berechtigungssystems von BITMARCK_21c|ng und einem Single-Sign-On, d.h. die Kunden brauchen sich nur einmal am System der BITMARCK anzumelden und können dann nahtlos zwischen den einzelnen Modulen wechseln.

Istok Kespret, Geschäftsführer der HMM Deutschland GmbH begrüßt diesen Fortschritt für die Sachbearbeitung und das neue Mitglied in der ZHP.X3-Familie: „Die HMM Deutschland ist seit 2007 Kooperationspartner von BITMARCK und unterstreicht mit der Zertifizierung das gemeinsame Ziel: Die digitale Transformation der Gesetzlichen Krankenversicherung.“

Mit der Zentralen Healthcare Plattform ZHP.X3 stellt die HMM Deutschland die umfängliche Lösung für digitale Versorgungen im Gesundheitswesen bereit: Bereits über 25 Millionen Versicherte können von elektronischen Fallabwicklungen im gesamten Antrags-, Genehmigungs- und Abwicklungsprozess für Hilfsmittel, Heilmittel, Häuslicher Krankenpflege und Fahrdienstleistungen profitieren. Führende Krankenkassen und bundesweit über 30.000 Sanitätshäuser und Apotheken setzen auf den vernetzten Informationsfluss über ZHP.X3. Zusammen mit der digitalen Abrechnung (De-Pay), den optimal abgestimmten Prozess-Automatisierungslösungen (RAAVEN, ASM) sowie der nahtlosen Integration der elektronischen Verordnung ist die HMM Deutschland die Anbieterin für komplett digitale, end-to-end Versorgungen.

Über BITMARCK_21c|ng
BITMARCK_21c|ng ist der etablierte GKV-Produktstandard mit einem auf dem Markt einzigartigen Produkt-Bundle. Enthalten sind die Integrationsplattform (früher 21c|ng) mit Workflows, Beratungsmanagement, 360-Grad-Sicht und zentraler Aufgabensteuerung, die Aktionssteuerung|ng und die Modellkasse|ng. Des Weiteren gehören zum Umfang des GKV-Standards die Fachverfahren aus 21c_kern (Leistungen, Beiträge, Statistik, Zahlungsverkehr inklusive Forderungseinzug/Insolvenzbearbeitung, Querschnitt und Integration, Meldungen und Partner inklusive dem heutigen 21c_crm).

Weitere Informationen finden Sie unter www.bitmarck.de/produkte/partner und www.hmmdeutschland.de

 

Top 10-Krankenkasse automatisiert Patientenversorgung mit RAVVEN-Software der HMM Deutschland GmbH

So funktioniert digitales Gesundheitswesen: Für die Abwicklung von Vorgängen zur Professionellen Zahnreinigung (PZR) setzt eine Top 10-Krankenkasse seit Oktober 2019 auf die IT-Lösung RAVVEN der HMM Deutschland GmbH (HMM). Damit bildet die Krankenkasse PZR-Prozesse vollständig digital und mit einer Automatisierungsrate ab, die Maßstäbe setzt. Bei geplanten 250.000 Vorgängen pro Jahr liegt die durch RAVVEN erreichte Verarbeitungsquote bei 80%.

Hochgradige IT-Automatisierung ohne lange Projektlaufzeit

Im Frühjahr 2019 wurde bei der Kasse ein Wettbewerb mit mehreren Automationslösungen für den Beispielprozess PZR durchgeführt. Neben der HMM sind zwei weitere Wettbewerber angetreten. Hier konnte sich die RAVVEN-Lösung durchsetzen, denn die Implementierungszeit inklusive aller Absprachen und Schnittstellen war mit lediglich drei Wochen für ein IT-Projekt dieser Art extrem kurz. Schon beim ersten Automatisierungstest wurden 5.000 Belege mit einer Dunkelverarbeitungsquote von 80% ohne Eingriff von Krankenkassenmitarbeitern verarbeitet. Auf das Pilotprojekt folgte bereits im Oktober 2019 der bundesweite Rollout von RAVVEN für ca. 500 User bei dieser Kasse – und geplanten 250.000 Vorgängen pro Jahr.

So funktioniert RAVVEN

Die Erstattung der Kosten einer Zahnreinigung geht bei Krankenkassen regelmäßig mit hohem bürokratischem Aufwand einher. Durch den Einsatz von RAVVEN ist es nun möglich, diesen Aufwand durch IT-gestützte Automatisierung auf ein Minimum zu reduzieren. RAVVEN trifft auf Basis eines kassen- und prozessindividuellen Regelwerkes Entscheidungen, so wie es die manuelle Sachbearbeitung in der Krankenkasse auch tun würde: Allerdings erfolgen die Prüfungen, Kontrollen und Entscheidungen – zum Beispiel zur maximalen Erstattungshöhe oder dem Anspruch und außervertragliche Leistungen – in Millisekunden. Die Krankenkasse profitiert dabei von deutlich niedrigeren Verwaltungskosten: die Mitarbeiter sind von zeitraubenden Routinetätigkeiten befreit und können fachlich anspruchsvolle Tätigkeiten übernehmen.

Hintergrund: Vorteile RAVVEN-Modellierungsmethode

Die RAVVEN-Lösung schafft digitale Business-Logiken für alle automatisierbaren Geschäftsprozesse. RAVVEN arbeitet dabei mit den unterschiedlichsten IT-Systemen kooperativ zusammen und ergänzt sie um Automatisierung – das führende System bleibt stets jenes, das bereits im Unternehmen eingeführt ist. Dabei spielt es spielt keine Rolle, aus welchem Eingangskanal RAVVEN Informationen entgegennimmt. RAVVEN reichert diese Informationen an, führt sie mit anderen Datenquellen zusammen und trifft auf Basis des kundenindividuellen Regelwerkes folgerichtige Entscheidungen – völlig automatisiert.

Durch die Anlehnung der Regelwerk-Logik an die gesprochene Sprache können die Mitarbeiter im Unternehmen eigenständig, mittels einer grafischen Oberfläche per Drag-and-Drop, neue Prozesse in RAVVEN aufsetzen. Damit lassen sich fast alle Prozesse sehr einfach digital modellieren, automatisieren und bei Bedarf sehr schnell neukonfigurieren.

Liebe Kunden, Partner und Freunde der HMM Deutschland GmbH,

die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter und Kunden hat für uns die höchste Priorität. Aus diesem Grund verfolgen wir permanent die Entwicklung der Verbreitung des Coronavirus COVID 19 und die entsprechenden Empfehlungen von Expertenseite.

Entsprechend der aktuellen Situation haben wir als HMM Deutschland GmbH Maßnahmen umgesetzt, um weiterhin für unsere Kundinnen und Kunden da zu sein und einen reibungslosten Geschäftsbetrieb zu gewährleisten.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ausnahmslos so ausgestattet, dass sie im Homeoffice arbeiten können, was bereits zum großen Teil geschieht. Damit möchten wir unseren Beitrag zur „Verlangsamung“ der Verbreitung des Corona-Virus leisten, aber auch die Fortführung unserer Dienstleistungen für Sie sicherstellen.

Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner stehen Ihnen weiterhin wie gewohnt für Ihre Fragen und Wünsche zur Verfügung.

 

Unser Support ist weiterhin werktags zu folgenden Zeiten für Sie unter der kostenfreien Rufnummer (0800) 8882500 erreichbar:

Montag: 08 bis 18 Uhr

Dienstag: 08 bis 18 Uhr

Mittwoch: 08 bis 18 Uhr

Donnerstag: 08 bis 18 Uhr

Freitag: 08 bis 18 Uhr

„Innovationen sind keine Schnellschüsse, sie brauchen Mut, kreative Menschen und Zeit – beim Entwickeln wie beim Etablieren.“ ist nur eine der Antworten auf die Fragen nach der Erfolgsformel für Innovation beim 14. Bauerfeind-Branchenforum „Dialog mit der Zukunft“ am 21. November 2019.

Besonders das eRezept in der Hilfsmittelversorgung wurde leidenschaftlich diskutiert. Geht Hilfsmittelversorgung komplett digital? Wie wird Versorgung besser, schneller und bleibt leistbar aber vor allem: Wer bestimmt den Weg des eRezepts und wer bestimmt den Leistungserbringer? Gemeinsamer Nenner in der Diskussion zwischen Istok Kespret (HMM Deutschland GmbH), Alf Reuter (Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik), Dr. Frederike Escher-Brecht (Barmer.i) und Dr. Martina Oldhafer war definitiv der Fokus auf die Versicherten.

Istok Kesprets Argumentation in der Diskussion zielt genau in diese Richtung: „Die Möglichkeiten der Digitalisierung im Hilfsmittelprozess müssen konsequent genutzt werden, um dem Patienten nie dagewesene Servicevorteile geben zu können. Die Prozesse rund um die Verordnungen können dabei digitalisiert und automatisiert werden. Der Patient bekommt eine Entscheidung in Echtzeit von der Krankenkasse, Hilfe bei der Auswahl des passenden Leistungserbringers und eine schnelle Lieferung innerhalb kürzester Zeit. Und die Technik sorgt dafür, dass der Herr über alle Entscheidungen immer der Patient sein wird und das nach seinem eigenen Willen.“

Kespret weiter: „Die Königsdisziplin zeigt sich aber in der Kompatibilität mit heutigen Prozessen: Digitalisierung muss auch funktionieren, wenn der Patient kein Smartphone und keine Smart-App hat“.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter https://www.bauerfeind.de/de/presse/details/article/dialog-mit-der-zukunft/

Neuigkeiten

rund um die HMM Deutschland GmbH

Sie möchten aktuell informiert sein, wenn es um die HMM Deutschland GmbH und unsere Produkte geht?

Auf unserer News-Seite finden Sie einen Überblick über sämtliche Presse- und Unternehmensmeldungen.

Natürlich stehen wir Ihnen für weitere Hintergrundgespräche gern zur Verfügung.

Ihr Pressekontakt:

Ingo Hendricks

Telefon: (02841) 88825.0222 

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

16. Jul 2020

Die eVerordnung in der Praxis: Pilotprojekt zeigt wie es geht

Moers, den 16.07.2020. Das Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG) schafft die Grundlage für ein digitales Netzwerk im Gesundheitsbereich. Die Debatte dreht sich rund…
19. Mai 2020

ZHP.X3 wird BITMARCK zertifiziert

Die Zentrale Healthcare Plattform „ZHP.X3" wurde als erstes Produkt im Bereich Hilfsmittel durch die BITMARCK Software GmbH zertifiziert. Mit der Zertifizierung wird der Leistungsumfang der Integrationsplattform des GKV-Software-Standards BITMARCK_21c|ng um…
17. Mär 2020

Coronavirus (COVID-19)

Liebe Kunden, Partner und Freunde der HMM Deutschland GmbH, die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter und Kunden hat für uns die höchste Priorität. Aus diesem Grund verfolgen wir permanent die…
20. Jan 2020

RAVVEN sorgt für 80% Dunkelverarbeitung

Top 10-Krankenkasse automatisiert Patientenversorgung mit RAVVEN-Software der HMM Deutschland GmbH So funktioniert digitales Gesundheitswesen: Für die Abwicklung von Vorgängen zur Professionellen Zahnreinigung (PZR) setzt eine Top 10-Krankenkasse seit Oktober 2019…
29. Nov 2019

14. Branchenforum von Bauerfeind

„Innovationen sind keine Schnellschüsse, sie brauchen Mut, kreative Menschen und Zeit – beim Entwickeln wie beim Etablieren.“ ist nur eine der Antworten auf die Fragen nach der Erfolgsformel für Innovation…
14. Okt 2019

mobiLEOS Physio mit neuem Preismodell noch flexibler

Sich ganz um den Patienten kümmern – ohne Sorge vor Papierkram, Absetzung und Rückläufern – ist ein Wunsch vieler Physiotherapeuten. Dank mobiLEOS Physio ist das schon seit 2015 möglich. Jetzt…
09. Okt 2019

Bundesfachkommission Digital Health

Am 27. September hat die HMM Deutschland bei der Bundesfachkommission Digital Health der CDU teilgenommen. Thema des Vortrags: „Patientennutzen, Entbürokratisierung und Optimierung von Ressourcen“. Das Digitale Versorgung Gesetz (DVG) muss…
23. Sep 2019

Experten-Lounge: Digital-Health-Strategien in der GKV

Der internationale Vergleich zeigt: Im Bereich digitale Gesundheitsversorgung befindet sich Deutschland im Entwicklungsstatus. Am 19. September 2019 trafen sich rund 30 Entscheider aus der Gesundheitsbranche, um sich über Digital-Health-Strategien in…

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